WEISS

Schreibe einen Kommentar
farbsehen
Weiss in der Architektur
weiss_05
Weiss in der Architektur
Weiss in der Architektur
Weiss in der Architekur

Die Farbe WEISS in der Architektur

„WEISS, die Nichtfarbe“ Goethe

„WEISS ist die Summe aller Farben“ Newton

„WEISS ist die Farbe des grossen Schweigens“ Kandinsky

„WEISS ist nicht so sehr eine Farbe als vielmehr die sichtbare Abwesenheit jeglicher Farbe und gleichzeitig auch die Vereinigung sämtlicher Farben.“ Melville

„Mir ist jede Farbe in der Architektur recht, wenn sie nur WEISS ist.“ Max Bill

WEISS verlangt nach Perfektion der Oberfläche, es „verzeiht“ nichts wie hier im ersten Bild deutlich zu sehen.

WEISS existiert in einer Fülle unterschiedlichster Nuancen und lässt in seiner starken Reaktionsfähigkeit auf Licht subtilste Nuancierungen des Farbauftrags sichtbar werden.

Ob WEISS als das Fehlen jeglicher Farbe oder als Vereinigung sämtlicher Farben angesehen wird: In der Architektur gilt WEISS in seiner „Reinheit“ als stilistisches Mittel einer allein auf die Form konzentrierten Architektursprache.

Vor allem der Architekt Richard Meier knüpft mit seinem programmatischen Einsatz der Farbe WEISS an die Architektur der Moderne an: „Mich fasziniert die Welt von Licht und Schatten, die unabhängig von allen Assoziationen mit bestimmten Farben und Materialien existiert. Richard Meier steht für die allumfassende und ausschließliche Verwendung der Farbe WEISS in seinen Entwürfen und realisierten Gebäuden. „WEISS erzeugt eine neutrale Oberfläche, auf der ich das Erlebnis eines Raumes aufbaut. Es verstärkt die Wahrnehmung von Organisation und Ordnung der räumlichen Prinzipien. Es erlaubt dem mächtigen Spiel von Licht und Schatten überzeugend zum Ausdruck zu kommen. Es erlaubt dem Licht die Architektur zu durchfluten, das Licht durchdringt sie, das Licht ist überall und kann daher in höchst unverfälschter und fundamentaler Weise erlebt werden.“ (Richard Meier „Die Farbe Weiß“ 2003)

Das Bemühen um Klarheit und Sachlichkeit sind zentrale Anliegen der Moderne. Das reine Kalkweiß charakterisierte Le Corbusier 1925 als absolute, ehrliche und verlässliche Farbe: „Wenn ein Haus vollkommen weiß ist, hebt sich der Umriss der Dinge ohne die Gefahr eines Fehlers davon ab; die Volumina zeigen sich deutlich; die Farben sind eindeutig. Der weiße Anstrich ist absolut, alles hebt sich deutlich davon ab, wie schwarz auf weiß, ehrlich und verlässlich.“ (Le Corbusier, L´Art décoratif d´aujourd´hui, 1925)

26.04.2017 Architektenkammer Stuttgart Workshop Farbe in der Architektur

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
2017_ifbau
Farbseminar

Mit 30 Teilnehmer (ausgebucht) erarbeiteten wir in Workshops Farb- und Materialkollagen mit dem Schwerpunkt „Atmosphären“. Fragen wie „was ist der „richtige“ Farbton, wie kann ich mein Konzept vorstellen und argumentieren, was wird als harmonisch, was als unharmonisch empfunden, wie kann eine Farbverteilung im Raum aussehen, wie zeigt sich das in der Kollage wurden in der Gruppe diskutiert und in praktischen Übungen umgesetzt. Ein persönliches Teilnehmerkommentar am Schluss: „…das beste Seminar der letzten 3 Jahre…“

Farbe – eine feste Größe?

Schreibe einen Kommentar
farbsehen
Licht und Schatten

Welche Farbe hat die Jacke? Weiß? Grau? Das Farbspiel – in einer Zeitschrift entdeckt – zeigt ganz wunderbar wie Farbe sich verändern kann und wie wichtig es bei der Farbgestaltung ist, Farbe in unterschiedlichen Lichtsituationen zu betrachten. Nicht nur, daß sich Farben im Schatten anders zeigen als im Licht: Bestimmte Farbtöne entwickeln nur im Licht ihre wirkliche Strahlkraft wie warme Gelb- und Rotnuancen. Kühlere sowie verhülltere Gelbtöne kann man durchaus auch im Schatten verwenden. Blautöne hingegen wirken im Schatten sehr gut, manche Blaunuancen entfalten sogar erst ihre volle Intensität im Schatten wie z.B. das tiefe Ultramarinblau.

17.03.2017 Mitglied Jury Innovationspreis Architektur+ Technik

Schreibe einen Kommentar
Uncategorized
Jury_1
Jury_4
Jury_3

Einladung als Mitglied in einer fünfköpfigen Jury anlässlich der ISH Messe in Frankfurt (Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik sowie erneuerbare Energien)  um gestalterisch und technisch überzeugende Produkte aus den Bereichen Sanitär und Gebäudetechnik mit dem Innovationspreis auszuzeichen.

Der Preis wird von den Architektur-Fachzeitschriften AIT und xia Intelligente Architektur in Kooperation mit der Messe Frankfurt bereits zum 18. Mal an Industrieunternehmen und verarbeitende Betriebe, Architekten, Innenarchitekten und Designer vergeben.

Der Preis richtet sich an Hersteller innovativer Produkte aus den Bereichen der Gebäudetechnik und Erlebniswelt Bad sowie an Architekten und Innenarchitekten, deren Tätigkeitsfeld diese Aufgaben umfasst.

Mitglieder der Jury:

Nicole Kerstin Berganski | NKBAK | Frankfurt am Main
Malte Just | Just/Burgeff Architekten | Frankfurt am Main
Simone Ferrari | Simone Ferrari Innenarchitektur | Seeheim-Jugenheim
Natascha Merz | Natascha Merz Innenarchitektur | Frankfurt am Main
Dieter Schmidt | Schmidt Holzinger Innenarchitekten | Rodgau

Farbe eine feste Größe?

Schreibe einen Kommentar
farbsehen
Farbechtheit

Es war einmal ein dunkles Grün…Die Farbtonstabilität hängt von der Zusammensetzung der Beschichtungsstoffe ab. Die Stabilität der verwendeten Pigmente und Bindemittel ist hier von entscheidender Bedeutung. Organische und anorganische Pigmente verhalten sich sehr unterschiedlich bezüglich Lichtechtheit und Intensität. Anorganische Pigmente sind lichtechter als organische Pigmente, dafür weniger farbintensiv. Organische Pigmente sind zwar farbintensiver, dafür weniger stabil.

Die Farbtonbeständigkeit z.B. von Fassadenfarben ist im BFS-Merkblatt Nr. 26 „Farbveränderungen von Beschichtungen im Außenbereich“ klassifiziert. Hierbei werden Fassadenfarben in die Bindemitteklassen und Pigmente in Gruppen eingeteilt.

Neugierig geworden? Schauen Sie vorbei. In dem Seminar „Farbe in der Architektur“ beleuchten wir u.a. diese Themen:

  • Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Farbe
  • Farbstoff: Überblick und kleine Materialkunde von Farbpigmenten – Farbechtheit und Farbbeständigkeit, technische Daten (Hellbezugswert, Farbbeständigkeit, Abriebfestigkeit, etc.)
  • Farbmittel: Arten und Eigenschaften der wichtigsten Farbmaterialien (Lasuren, Lacke, Kalkfarben, Dispersionsfarben, u.a.)
  • Farberleben anhand von praktischen Workshops in Gruppen
  • Argumentation und Präsentation
  • Checkliste zur Farbgestaltung

Termine unter: http://www.simoneferrari.de/offentliches/

10.01.2017 Messe „Heimtextil“ Frankfurt Farbseminar Trendorientiertes Farbdesign

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
Trendsemianr
Farbseminar Übung
Trendseminar Vortrag
Trendseminar Übung
Trendseminar
THE PAST IS THE PAST – THE PRESENT WON‘T LAST – BUT THE FUTURE IS IN OUR HANDS.

Trends beschreiben Strömungen und Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft. Sie entstehen aus den Bedürfnissen der Gesellschaft heraus und entwickeln sich in alle Lebensbereiche hinein. Aktuelle Trends stellen immer nur eine Momentaufnahme dar, sie entstehen nicht aus dem Nichts, sondern Trends sind als kontinuierliche Entwicklung zu begreifen

So ist auch der Einsatz von Farben und Materialien wie Möbeldesign, Mode oder auch Musik Trends unterworfen. In dem Seminar auf der Messe „Heimtextil“ in Frankfurt am Main haben wir aktuelle Fragestellungen beleuchtet: wie entstehen Trends, was sind vorherrschende Trends und wie lassen sich diese umsetzen. Ob Trends auch Grenzen in der Gestaltung haben, speziell in Bezug auf Farbe und Material haben wir mit beispielhaften Projekten und aktuellen Entwicklungen zur Diskussion gestellt.

Das Seminar, veranstaltet durch den Bund Deutscher Innenarchitekten, war mit 23 Teilnehmern während der laufenden Messe sehr gut besucht.

Welcher Farbfächer ist der Richtige?

Schreibe einen Kommentar
farbsehen
Farbberatung
Farbkonzept
Farbkonzept
Farbkonzept
Farbkonzept

Diese Frage wird mir oft in Farbseminaren und Farbworkshops gestellt. Ich möchte ein Beispiel aus meiner Farbberatung anführen:

Für das Schlossmuseum Darmstadt wurde ich mit der Erstellung eines Farbkonzeptes beauftragt. Es ging nicht nur um die Festlegung der Wandtöne, sondern vor allem um die Farbigkeit der Ausstellungsvitrinen und der Empfangstheke mit Museumsshop.

In einen der ersten Gespräche (der Schreiner stand noch nicht fest) fiel die Wahl schnell und einstimmig auf einen feinen, verhüllten Grünton aus dem Caparol 3D-System als matte Lackoberfläche für die Ausstellungsvitrinen. Bei der Empfangstheke war die Farbauswahl sehr eingegrenzt, da ein Schichtstoff gewünscht war. Mit den Möbeln wurden zwei verschiedene Schreiner beauftragt. Der Schreiner der Vitrinen-Möbel konnte aber nur den Lack nach NCS abtönen. Also hieß es einen vergleichbaren Ton im NCS Fächer zu finden. Dies war nicht so einfach, da die Töne des NCS Fächers klarer und farbiger sind (da herstellerunabhängig und nicht materialbezogen) und die Breite der verhüllten Nuancen nicht so groß ist wie in dem 3D-System plus (Auswahl der Farben architekturbezogen). Der Ton konnte nur annährend in NCS „übersetzt“ werden.

Der andere Schreiner, der mit dem Thekenbau beauftragt wurde, hatte die Möglichkeit alle Töne einzumessen und dementsprechend zu tönen. Hier lag die Herausforderung vielmehr darin, die 4 Töne des Schichtstoffs exakt einzumessen, da auch im gleichen Farbton des Schichtstoffs  Lackflächen im Shopbereich vorgesehen waren. (Achtung! Bei gleichen Farbtönen bei angrenzenden Flächen in unterschiedlicher Materialität – hier Lack und Schichtstoff – kann es bei Kunstlicht zu einem Metamerie-Effekt kommen).

Wenn möglich sollte also zuallererst geklärt werden, mit welchen Farbsystem/ fächer  (in diesem Fall) der Schreiner arbeitet und ob er jeden Ton abtönen kann. Hat man sich erstmal auf einen Farbton festgelegt, ist es schwer sich wieder von ihm in seinen feinen Nuancen zu verabschieden. D.h. die Wahl des Fächers ist u.a. abhängig von Material, Gewerk bzw. Handwerker und Hersteller.

Selbstverständlich gilt dies auch für andere Bereiche wie z.B. der Möbel. Im Moment geht der Trend im Möbelbereich zu Farbe „allover“ d.h. Sitzfläche und Gestell werden vermehrt in der gleichen Farbigkeit angefragt. Was bieten hier Hersteller an? Eine eigene meist sehr eingeschränkte Farbkollektion? Kann nach RAL Classic (213 Farbtöne) abgetönt werden? Besser noch nach RAL-Design (1625 Farbtöne)?

Bei der RAL Classic Farbtonkarte handelt es sich z.B. um eine reine Sammlung von Einzelfarbtönen, die für konkrete Belange aus Industrie und gesellschaftlichem Leben von allgemeinem Interesse sind. Sie definieren Standards für die Produktherstellung und ermöglichen Planbarkeit und „Identifikation“. Beispiele: RAL 1015 Hellelfenbein: bis 2004 die gesetzlich vorgeschriebene Farbe für Taxis, RAL 4010 Telemagenta: die Unternehmensfarbe der Telekom oder RAL 9016 Verkehrsweiß: Standardfarbton für Lichtschalter, Steckdosen, Heizkörper, Kabelkanäle u.ä.

Wann nimmt man welchen Farbfächer? Was unterscheidet die Farbsysteme/ fächer voneinander? Wie sind sie aufgebaut? Diese Fragen und mehr werden in meinen Farbseminaren beantwortet. Schauen Sie vorbei.

03.11.2016 Architektenkammer Karlsruhe Farbseminar Farbe in der Architektur

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
ifbau_Karlsruhe
ifbau_Karlsruhe_1
ifbau_Karlruhe3
ifbau_karlsruhe4

Mit 30 Teilnehmer  – ausgebucht – ging es an dem Tag wieder um Grundlagen in der Gestaltung mit Farbe als Ton und Material. Viele Teilnehmer brachten ganz konkrete Fragen mit: wie treffe ich den richtigen Ton wenn nich nur weiss und grau, wie argumentiere ich Farbe, nach welchen Kriterien gestalte ich Büroräume und wie Räume für Kinder? Einige dieser Fragen konnten beantwortet werden und am Abend war klar: das Seminar sollte mindestens zwei Tage dauern wie eine Teilnehmerin hier schreibt.

Farbe – Als Volumen oder Fläche in der Architektur?

Schreibe einen Kommentar
farbsehen
Farbkonzept Volumen oder Fläche

Folgt Farbe der Architektur? Betont Farbe das Volumen? Bislang habe ich Farbe dreidimensional in der Architektur gedacht und nicht flächig. Hier im Treppenhaus und auch in der Mensa am Bauhaus Dessau wurde Farbe flächig eingesetzt und folgt nur in Teilen dem Volumen wie am Beispiel der Träger zu sehen ist. Die Farbe wurde nicht vollständig um den Träger gelegt sondern sie ist nur an den Seiten zu sehen. Die Trägerunterseite bleibt weiß. Für mich eine neue und interessante Sichtweise des Herangehens, stellte ich überrascht fest – als ich dort im Raum stand – obwohl ich mir natürlich die folgenden Fragen bei der Entwicklung eines neuen Farbkonzepts immer stelle: Farbe im Raum – will ich mit Farbe unterstützen? Verbinden? Betonen? Verzerren? Isolieren? Interpretieren?

Farberleben – Einflussfaktoren in der Farbgestaltung

Schreibe einen Kommentar
farbsehen
Villa_Cavrois_1
Villa_Cavrois_4
Villa_Cavrois_3
Villa_Cavrois_2

Farbgestaltung führt immer zu einem Farberleben, das von Menschen sehr individuell wahrgenommen wird. Es handelt sich dabei um einen vielschichtigen Bewertungsprozess. Die Farbwirkung hängt nicht zuletzt von der persönlichen Neugier oder Gleichgültigkeit des Betrachters und seiner intelektuellen und emotionalen Verarbeitung ab. Es spielt bei der Bewertung von Farbe eine entscheidende Rolle in welchem kulturellen Kontext der Betrachter aufgewachsen ist, welche  Vorerfahrungen er hat, welches persönliches Verhältnis er zur Farbe entwickelt hat. Auch ist das Farberleben in Zusammenhang von gesellschaftlichen Entwicklungen und kulturellen Trends zu sehen. Weiterhin sind die Reaktionen auf Farbe von Faktoren abhängig wie: Farbton, Sättigung und Helligkeitsgrad – in welcher Quantität wird der Farbton angebracht, in welchem Zusammenhang steht er zu anderen Farbtönen und wie lange hält der Betrachter sich in einem Raum auf?

Diese unterschiedlichen Faktoren beeinflussen uns mehr oder minder unbewußt und sind bedeutend bei der Erstellung eines Farbkonzepts und vor allem bei der Präsentation des Farbentwurfs. Wer ist mein Gegenüber, welches persönliche Verhältnis hat er oder sie zur Farbe. Dies möchte ich an einem Beispiel aus meiner Praxis verdeutlichen:

Der Auftraggeber wünschte sich für sein Arbeitszimmer einen kräftigen, kühlen, frischen Ton an der einen Wand. Als ich ihm in einer Farb- und Materialkollage zu dem vorhanden Holz und den weißen Möbeln ein Türkis vorschlug, wehrte er ab und teilte mir mit das Türkis ein „no go“ sei. Im weiteren Gesprächsverlauf stellte sich heraus, daß seine Mutter immer einen türkisfarbenen Pullover getragen hatte. Diese Farbe schien negativ besetzt.

Genauso wichtig ist sich sein eigenes Verhältnis zur Farbe bewusst zu machen, um unabhängig von Farbvorlieben entscheiden und konzipieren zu können. Was hat mich beeinflusst, in welchem farblichen Kontext bin ich aufgewachsen, gibt es negative Assoziationen zu Farbe, zu Material?

Am Schluss ein persönliches Erlebnis, welches ich bei der Besichtigung der Villa Cavrois von Robert Mallet-Stevens diesen Herbst in Croix hatte, welche oben in den Bildern zu sehen ist Ein Gebäude ganz aus gelbem Klinker – gelber Klinker den ich bislang nur in Verbindung mit spießigen Mäuerchen um Kleinstadtgärten in Verbindung gebracht hatte, als rustikalen Klinker im Norden Deutschlands mit dem ach so geliebten „mediterranem Flair“ oder sogar noch „unehrlicher“, als Flachverblender zur Gestaltung von Fassaden, aber bitte  im optischen Erscheinungsbild von Klinkern…

Hier als „ehrlicher“  Klinker eingesetzt hat er mich in der Konsequenz überwältigt, berührt und mein Bild von dem „ungeliebten“ Klinker nachhaltig verändert.

 

 

04.10.2016 Architektenkammer Wiesbaden Farbseminar Farbe in der Architektur

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
AKH16
AKH_16_2

Zum dritten mal fand in der Architektenkammer in Wiesbaden das Seminar „Farbe in der Architektur“ statt. Der Wechsel aus Theorie und Praxis wurde sehr positiv bewertet und es gab einige „Aha“Erlebnisse. Ein kleiner Auszug der Bewertungen ist hier zu sehen.

Für die Teilnehmer war es spannend zu beobachten, wie sich ein Farbton, der im Innenraum als deutlich farbig wahrgenommen wird, sich im Außenraum verändert, selbst wenn die Farbkarte in den Schatten gestellt wird. Zwei Gruppen erarbeiteten ein Farbkonzept für eine Fassade. Auf dem Kollagenboard waren die Töne fein nuanciert und gut ablesbar. Mit den Tönen gingen wir dann nach draußen. Manche der ausgesuchten, hellen  Töne waren im Schatten, und schon gar nicht in der Sonne mehr wahrnehmbar, sondern erschienen einfach weiß. Das bedeutet vor allem für die Gestaltung von Fassaden auf einen Lightnesswert von unter 80 zu gehen, wenn der ausgesuchte, helle Ton nicht weiß erscheinen soll.

Auf dem Bild sieht man einen Zwischenschritt der Feinabstimmung. Es ist zu erkennen, daß die ausgesuchten Töne nun nicht mehr weiß erscheinen, jedoch sich die Nuancen der Haupttöne noch zu wenig unterscheiden. Der Unterschied im Hellbezugswert sollte hier bei fast gleichem Farbwinkel mindestens bei 15 – 20 liegen.

24.05.2016 Architektenkammer Saarbrücken Farbseminar Trendorientiertes Farbdesign

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
Farbseminar Trendorientiertes Farbdesign

Gemeinsam mit Hannes Bäuerle (raumProbe Stuttgart) fand heute unser neues Farb- und Materialseminar zum Thema Trendorientiertes Farbdesign in der Architektenkammer in Saarbrücken für Architekten und Innenarchitekten statt:

  • Einführung in Farbe und Funktion
  • Farbharmonien und Trends
  • Bildvortrag zu Trendthemen der Messen 2016
  • Allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen als Hintergrund zu aktuellen Farbtrends und Formensprachen
  • Konkretisierung von Farb- und Materialtrends
  • Trend um jeden Preis? Chancen und Grenzen in der Gestaltung
  • Aktuelle Trendthemen für verschiedene Stil- und Zielgruppen
  • Erstellung von Moodboards zu Trendthemen
  • Ausblicke und Fazit

08.03.2016 Architektenkammer Stuttgart Workshop Farbe in der Architektur

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
Farbseminar

Der Farbworkshop ist eine interessante Kombination aus Farbtheorie, Farbpraxis und Farbe als Material. Farbkombinatorik, Herangehensweise an ein Farbkonzept und Argumentationshilfen gegenüber dem Bauherrn ergänzen sich gut mit einem Überblick und einer kleinen Materialkunde von Farbpigmenten (Farbechtheit, Farbbeständigkeit, Abriebfestigkeit, Deckkraft) und den Eigenschaften von Farbmaterialien wie Lasuren, Lacke, Kalkfarben und Dispersionsfarben . Diesmal NEU eine Übung gleich am Anfang, in der die Teilnehmer intuitiv und ohne „System“ sich in die Welt der Farben einfinden können und aus der Farbenvielfalt zu ersten Kombinationen finden.

10.11.2015 Architektenkammer Düsseldorf Workshop Farbe + Material

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
Workshop Farbe + Material AKNRW

Und wieder einmal war der Workshop Farbe + Material in der Architektenkammer in Düsseldorf mit 40 Teilnehmern komplett ausgebucht. Vor allem für Innenarchitekten ist das Farbseminar spannend und gibt einen Überblick über die praktische Anwendung von Farbsystemen, Farbkollektionen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten in der Farbkommunikation und Übersetzung, aktuelle Trends von Materialien und Kombination von Farbe und Material.

Die richtige Lösung

Schreibe einen Kommentar
farbgedanken

„Es stellt sich in diesem Zusammenhang immer wieder die Frage nach der „richtigen“ Lösung. Die „richtige“ Lösung ist immer nur jene, die man die künstlerische im Unterschied zur rezeptiven Lösung nennen könnte. Die künstlerisch „richtige“ Lösung wird gefunden, indem man am richtigen Ort, zur richtigen Zeit das richtige macht.“

Uwe Jahnke, Fritz Fuchs, Heiner Nienhaus

05.11.2015 Architektenkammer Wiesbaden Workshop Farbe + Material

Schreibe einen Kommentar
farbseminare
Workshop Farbe + Material

Zum zweitenmal fand das Farbseminar „Farbe+Material“ in Kooperation mit der raumPROBE Stuttgart in der Architektenkammer in Wiesbaden diesmal mit 16 Architekten und Innenarchitekten statt. Es wurden Grundlagen zum Thema Farbordnung,, Farbkombinatorik und Farbwahrnehmung erarbeitet sowie neuste Farb- ud Materialtrends vorgestellt. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung von Projekten des aktuellen Materialpreises 2015, die zu einer anregenden Diskussionen über Mögliches und Unmögliches in der Farb- und Materialgestaltung führten. Wie immer waren vor allem die Gruppenworkshops sehr aufschlussreich für die Teilnehmer, da hier der unmittelbare Austausch und das Gespräch über Farbe und Wege zu einem Farb- und Materialkonzept im Vordergrund stehen und die Teilnehmer Farbe und Material hier unmittelbar erleben und begreifen können. Die Bewertungsbögen und Kommentare waren eindeutig: „mehr davon“

Farbe in ihrer architektonischen Dimension

Schreibe einen Kommentar
farbgedanken

„Farbe trägt dazu bei, die architektonischen Dimensionen in ihrer Empfindsamkeit, ihrem poetischen Klang und ihrer Stimmigkeit zu bereichern. Ihre funktionale Präsenz wird durch die Farbe zum Psychologischen, Menschlichen hin wesentlich erweitert. In jeder Begegnung mit einem Bauwerk ist Farbe involviert. Zur Proportion, Materialstruktur und Oberflächenwirkung wird die Farbe wahrgenommen und engagiert den Betrachter, Nutzer im emotionalen Bereich.“

Fritz Fuchs, Brief an Günther Behnisch